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Erw

Wanderfahrt auf der Lahn vom 18.08.-21.08.2022

06.09.2022  ·  Breitensport Erwachsene
Am Donnerstag starteten dreizehn Wanderfahrer aus Hannover und ein Wanderfahrer aus München zu Ihrer Reise an die Lahn.

Nach vierstündiger Autofahrt und einem Pit-Stop den nicht alle ansteuerten, da die Ausfahrt "verpasst" wurde (Pedal to the metal), erreichten alle das "Hotel". Nach Bezug der Zimmer und dem Einkauf des Tourenproviants sowie des flüssigen Proviants für den Abend, schloss sich das erste gemeinsame Abendessen im Schwarzen Adler in der Limburger Altstadt an – typisch hessische Küche.


Erster Abend bei lokaler Küche


Der erste Rudertag begann morgens um 6:30 Uhr mit dem Frühstück und der Abfahrt nach Weilburg gegen 7:15 Uhr, um früh die Boote zu Wasser zu lassen.
In Weilburg angekommen, trafen wir auf uns bekannte Gesichter – der RVS machte eine Ruderfreizeit – welch ein Zufall!

Nach dem Zuwasserlassen fuhren wir direkt in den Schleusentunnel unter dem Schloss Weilburg ein. Jetzt stand das schnelle Erlernen der Selbstschleusung auf dem Programm. Da es sich um die einzige Koppelschleuse handelte, durften wir nach der ersten Schleusung gleich nochmal ran!


Start und Einfahrt in den Tunnel bei Weilburg

Nach Weilburg folgten noch mehrere Schleusen – Schleusung in Eigenregie mit vollem körperlichem Einsatz inklusive.


Selbstschleusung

Da die Lahn - wie alle Flüsse zurzeit – mit Niedrigwasser zu kämpfen hat, traten "Rippungen" im Wasser hervor, die sich bei Annäherung als Steine hervortaten: besondere Vorsicht war geboten!
Nach einem Pit-Stop in Aumenau und Stärkung ging es weiter Richtung Limburg.


Pit-Stop Aumenau


Alles im Griff!

In Limburg angekommen fanden sich die Wanderfahrer auf der Terrasse des Werner-Senger-Hauses ein, um sich von den Strapazen des Tages zu erholen und sich zu stärken.
Am folgenden zweiten Rudertag fand noch eine Ausfahrt im Ruderrevier Limburg statt; danach wurden die Boote in Limburg in Abstimmung mit dem verleihenden Verein liegengelassen, da sich am Vortag ein Bootsschaden an einem der Boote ereignete.
Um den angebrochenen Tag aktiv zu nutzen, erkundeten wir die Ruppertsklamm bei Lahnstein und kehrten danach in unsere zweite Unterkunft ein.


Wanderung Ruppertsklamm

Am Rückreisetag besuchten wir noch das Schloss Stolzenfels, welches auf der westlichen Rheinseite liegt. Schön war‘s!

Schloss Stolzenfels

Sebastian Pinke
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RA

Verstärkung - Carolin Siebert startet Bundesfreiwilligendienst

31.08.2022  ·  Ruderabteilung
Wir freuen uns sehr, dass heute die erste "BFD'lerin" ihren Bundesfreiwilligendienst (BFD) beim HRC beginnt. Carolin 'Caro' Siebert wird den HRC und uns Mitglieder in den nächsten 12 Monaten in vielen Bereichen und Belangen tatkräftig unterstützen. Damit Ihr wisst, wer die freundliche und hilfsbereite junge Frau am Steg ist, habe ich mich im Vorfeld mit Caro für ein kleines "Antrittsinterview" getroffen.


Caro, was sollten wir über Dich wissen?
Ich bin 18 Jahre alt und gebürtige Hannoveranerin. Meine Leidenschaft galt lange Zeit nur den Pferden und dem Reitsport und seit 5 Jahren besitze ich sogar ein eigenes Pferd.
2019 erzählte mir meine Freundin Elsa dann von dem Einsteigerkurs für Jugendliche, den Robin angeboten hat. Leider konnte ich an dem Kurs nicht teilnehmen, war aber im Herbst mit Elsa (die dann schon HRC-Mitglied war) bei der SRVN-Regatta auf dem Maschsee und wusste: das möchte ich auch lernen. Nachdem das Wintertraining vorbei war und auch das Corona-bedingte Aufschieben des Einsteigerkurses sein Ende gefunden hatte, konnte ich endlich ins Ruderboot steigen – und bin bis heute sehr froh darüber.

Warum hast Du dich dazu entschieden, Deinen BFD beim HRC zu machen?
Ich wusste, dass ich nach der Schule etwas Praktisches machen wollte, habe dann des Aushang im Flur bei den Umkleideräumen gesehen und fand, dass das zu mir passt. Ich kenne die Umgebung, den Arbeitsplatz und die Menschen hier. Ich bin gerne am Maschsee und das Rudern ist mittlerweile zu meiner zweiten Leidenschaft geworden. Ich habe daraufhin mit Ralf und Robin über diese Option gesprochen und freue mich, dass ich diese Entscheidung getroffen habe.

Kannst Du schon sagen, wann man Dich in der Regel am HRC antreffen kann?
Unter der Woche eigentlich immer nachmittags und samstags ebenfalls, da findet das Training für die JA Breitensport statt, das ich mit betreue. Und ansonsten natürlich immer, wenn am Club etwas los ist.

Weißt Du schon, was Deine Aufgaben sein werden?
Aktuell ist vorgesehen, dass ich bei der Trainingsbtreuung in der Jugendabteilung unterstütze sowie bei der Organisation von Regatten bzw. Regatta-Teilnahmen. Ich kümmere mich um die Abstimmung der Nutzung von Booten durch verschiedene Gruppen oder helfe den RBL-Mannschaften, ihre Renntage vorzubereiten. Das sind jetzt nur wenige von vielen Aufgaben, aber weitere Dinge werden mit der Zeit sicherlich noch hinzukommen.

Gibt es etwas, worauf Du besonders gespannt bist?
Ich freue mich vor allem darauf, viele Einblicke in die gesamte Bandbreite der Aufgaben zu bekommen, die im HRC-Alltag anfallen: die Organisation von Regatten und Wanderfahrten, das Training und die Organsation im Leistungssport, auch die Büroarbeit möchte ich kennenlernen und die vielen Dinge, die im Hintergrund anfallen und die man als Mitglied gar nicht so mitbekommt.


Liebe Caro, vielen Dank für das kurze Interview mit Dir. Wir heißen Dich im HRC ganz herzlich willkommen und wünschen Dir spannende, ereignisreiche und schöne 12 Monate als BFD'lerin.


Über den Bundesfreiwilligendienst:
Der Bundesfreiwilligendienst ist ein Angebot an Frauen und Männer jeden Alters, sich außerhalb von Beruf und Schule für das Allgemeinwohl zu engagieren – im sozialen, ökologischen und kulturellen Bereich oder auch im Sport. Freiwilliges Engagement lohnt sich für alle und ist gerade auch für die Engagierten ein großer persönlicher Gewinn, denn junge Menschen sammeln praktische Erfahrungen und Kenntnisse und erhalten erste Einblicke in die Berufswelt.

Seit dem Start des BFDs am 1. Juli 2011 haben über 400.000 Menschen einen BFD geleistet – ein großer Erfolg für das freiwillige Engagement in Deutschland, zu dem der HRC mit seinem Angebot einer BFD-Stelle sehr gerne beiträgt.

» www.bundesfreiwilligendienst.de

Lisa Klose
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RA

Enttäuschung auf der Europameisterschaft

22.08.2022  ·  Ruderabteilung
Die Ruder-EM auf der Olympia-Regattastrecke in Oberschleisheim endete für den Deutschen Ruderverband in nahezu allen Bootsklassen enttäuschend. Dies umfasste auch den Zweier mit Marie-Cathérine Arnold und Lena Osterkamp (DRC). Lena und Marie erreichten im B-Finale der Zweier-Konkurrenz abgeschlagen nur den vierten und letzten Platz.

Die in dieser Saison häufig vorgenommenen Umbesetzungen der Bundestrainer im Frauen-Riemen-Team des DRV und der kurzfristigen Erweiterung des Teams um Skullerinnen haben die sportliche Entwicklung beeinträchtigt und ihren Anteil am enttäuschenden Ergebnis gehabt.

Für die anstehende Weltmeisterschaft in Racice (Tschechien), die am 18. September beginnt, sind Marie und Lena erneut für den Zweier nominiert. Für die derzeit laufende Wettkampfvorbereitung wünschen wir beiden die notwendige Kraft - vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussion um den deutschen Ruderleistungssport sowohl physisch als auch mental!

Wir freuen uns auf ein Wiedersehen beim gemeinsamen HRC/DRC-Empfang für die internationalen Meisterschaften dieser Saison am Dienstag, 27.9.2022 um 19:00 im HRC und laden an dieser Stelle bereits herzlich dazu ein.

Timm Eichenberg
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Erw

Wanderfahrt Okertalsperre - mit dem Aufzug auf den See

10.08.2022  ·  Breitensport Erwachsene
Wenn der Wasserstand im Maschsee im Sommer ein paar Zentimeter sinkt, merkt man das beim An- und Ablegen im Ruderboot sofort. Auch am Okerstausee schwankt übers Jahr der Pegel – jedoch geht es hier nicht um Zentimeter, sondern um Meter. So hieß es für die Wanderfahrerinnen und -fahrer des HRC bei ihrem Besuch an der Talsperre im Harz am 6. August erstmal: ab mit den Booten auf den Aufzug!

Die gastgebende Rudervereinigung Nordharz stellte der achtköpfigen Gruppe aus Hannover einen Vierer und einen Zweier zur Verfügung. Mit Bigblade-Skulls in den Harzer Vereinsfarben Grün-Weiß und den blau-weißen HRC-Fahnen im Heck ging es für dreieinhalb Stunden auf den See, der bei unter 50 Prozent Füllstand viel Steilküsten-Panorama zu bieten hatte. Die Rudererfahrung im Team reichte von wenigen Wochen bis zu gefühlten hundert Jahren und legte im Schnitt eine solide Basis für die Erkundung der Talsperre. Drei ausgedehnte Schleifen ergaben – so die ortskundige Rechnung – 26 Kilometer. Und auch wenn die eigene Schätzung ein paar Meter abziehen möchte, war das anschließende Picknick auf dem Gelände der Rudervereinigung reichlich verdient.

Vielen Dank an Franziska Vergin für die perfekte Organisation und an die Rudervereinigung Nordharz für die großartige Gastfreundschaft – wir kommen in den nächsten Jahren bestimmt mal wieder vorbei: zum Rudern, zum Picknicken und natürlich zum Aufzugfahren!


Katharina Thehos
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Erw

Wanderfahrt Rostock - Vom Warnowland an den Rostocker Strand

04.08.2022  ·  Breitensport Erwachsene
15 Mitglieder des HRC waren vom 21. bis zum 24. Juli zu Gast beim Olympischen Ruderclub in Ralfs alter Heimat Rostock. Die tolle Organisation, perfektes Ruderwetter, die wunderschöne und abwechslungsreiche Landschaft, die vielen Eindrücke, vor allem aber die entspannte und fröhliche Stimmung ließen die Fahrt für alle zu einem unvergesslichen Erlebnis werden.

Es ist wie beim Schach: Eine gute Eröffnung gehört zum Spitzenspiel!
So begann unsere Wanderfahrt mit Kaffee und Kuchen im Pfarrgarten von Lichtenhagen-Dorf, wo uns die beste Bäckerin des Nordens umsorgte, nämlich die Mutter von Ralf – wie alle freundlichen Helferinnen "im roten Kleid mit weißen Punkten". Abends führte uns ein Stadt- und Strandbummel durch das malerische Warnemünde, wo wir zum Abschluss des ersten Tages im "Herberts" feine Fischgerichte der Ostsee vor der Silhouette der Seemannshäuser am "Alten Strom" genießen durften.

Am Freitagmorgen tauchten wir tiefer ein in das ganz eigene Naturrevier der Warnow, deren Name aus dem Slawischen stammt und Krähen- oder Rabenfluss bedeutet. Eintauchen – das geschah in Kessin erst einmal morgens um 7:00 Uhr mit einem Bad vor der langen Steganlage unseres Gastgebers, des "Olympischen Ruderclub Rostock", der uns in drei seiner Gästehäuser freundlich aufnahm. Frühstück in der gemütlich-engen Küche, Aufriggern der Boote auf dem großzügigen Gelände, und los ging's zur ersten Fahrt, die uns auf der 155 km langen Warnow nach immerhin 18 km in die romantische Kleinstadt Schwaan führen sollte, wo wir im atmosphärischen Altstadtkern in der "Speicherköck" unser zweites Frühstück zu uns nahmen, ein deftiges "Bauernfrühstück".

Während wir in dem authentisch und stilvoll eingerichteten Lokal darauf warteten, dass in den vier Pfannen der Küche – so die mit mütterlich-strenger Stimme warnende Bedienung – unsere 15 Portionen zubereitet wurden, ließen wir die Eindrücke des Vormittags noch einmal an uns vorbeigleiten: Die Fahrt durch die wunderbar naturbelassenen Flussauen der Warnow, wo zahlreiche Fischreiher und ein Fuchs als besondere Highlights gesichtet wurden. Und das ungläubige Staunen von Hannes Ocik, dem Schlagmann des Deutschland-Achters vor unserem Ablegen… "Ihr wollt nach Schwaan? Das ist weit, dahin bin ich noch nie gerudert!"

Nach einem kurzen Besuch in der Apotheke des Ortes – sie verfügt über ein ausgezeichnetes Sortiment an Pflastersorten aller Art für fleißige Rudererhände – ging es auf den Rückweg. "Hamburg", auf Riemen geriggert, führte unsere Dreier-Gruppe meist an, dicht gefolgt von Schnicke, während Blackbox mit dem Charme des Wanderbootes den Abschluss übernahm. Nach 36 Kilometern abwechslungsreicher Fahrt lud der Steg zum Baden und Chillen ein. "Habe ich euch schon erzählt, wie schön Riemenfahren ist?!" Ja, hast du, danke Fabian!

Nach der morgendlichen Mutprobe eines Bades in der gar nicht so kalten Warnow ging es am Samstag nach ausgiebigem Frühstück auf die zweite Tour, sozusagen mitten in die von Windstößen aufgepeitschte Ostsee, genauer gesagt 12 km die Warnow stromab, also auf die Unterwarnow und den langgestreckten Rostocker Hafen entlang zum IGA-Sandstrand. Der kurze Aufenthalt nach den ersten etwa zwei Kilometern an der gepflegten Umtragestelle am Mühlendamm war unkompliziert; Rollen, Gummimatten, gegenseitige Unterstützung und Hilfe von Paddlern machten diese kleine Unterbrechung auf der Hin- und Rückfahrt angenehm.

Ja, und dann kam die Ostsee auf uns zu! Jedenfalls war der Wellengang vor der Kulisse der Türme und Masten der Hansestadt, vorbei an Hochseeschiffen, bei gefühlten Windstärken um 12, naja, vielleicht eher 4 bis 6, beachtlich. Rudertechnisch war diese absolut beeindruckende Strecke jedenfalls ein weiterer Höhepunkt der Fahrt.

Entspannung bot die Anlandung am IGA-Strand: Beach-Gastronomie mit Liegestühlen vor Ostsee-Kulisse und einer Wasserski-Anlage ließen keine Wünsche offen. Abends ging es dann nach einem Rundgang durch die alte Hansestadt Rostock unter der kundigen Führung von Ralf "Zur Kogge" am Hafen. In dieser stimmungsvollen Restauration erwartete uns Segelschiffromantik pur. Wir bestellten die besten Schollen, Dorsche und Labskaus-Gerichte, die Rostock zu bieten hat. "Bei mir schwankt 's immer noch, und das liegt nicht am Alkohol!"

Ein letzter Spaziergang durch die abendliche schön illuminierte Altstadt von Rostock endete bei der Rathausschlange. In vornehmem Bronze-Ton schlängelt sie sich durch die sieben Säulen des Rathausvorbaus und verspricht jedem, der sie sanft streichelt, Glück und Unsterblichkeit, denn Schlangen verjüngen sich bekanntlich durch ihre alljährlichen Häutungen allem Anschein nach bis in die Ewigkeit. Wir haben es ausprobiert und warten nun ab.

Die Wehmut des letzten Abends vertrieben wir erfolgreich mit Kaltgetränken, dem Austausch von Fotos und der Vorfreude auf den letzten Vormittag der Fahrt, den der größte Teil der Gruppe am Warnemünder Ostseestrand bei freundlicher Sonne und mit dezenten Hautrötungen hier und da verbrachte. Nach der Ankunft an der heimatlichen Steganlage führten Abladen und Aufriggern unser harmonisches Team noch einmal zu geschäftigem Tun zusammen. In einer Abschlussrunde erhielt das umsichtige Organisationsteam Ralf und Franziska die wohlverdiente Ovation, und nur eine drängende Frage blieb vorerst offen: Wann treffen wir uns zur nächsten Wanderfahrt?

Die Bilder sind in der neuen Clubzeitung einzusehen!

Imke Viemann
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Erw

Das wahre Rudern

17.07.2022  ·  Breitensport Erwachsene
Vom Ruderbecken über den Vierer in den Achter: Im Juni und Juli hat als neues Angebot im Breitensport eine Einführung in die Riementechnik stattgefunden. Die Kurs-Absolventen freuen sich auf weitere Mit-Riemer.

Der Weg zum Riemenrudern führt über Ausleger und Dollenstifte, über Unterlegscheiben und Clipse, über Bohrer, Zollstock und Schraubzwinge.
Bevor Anfang Juni der Einführungskurs ins Riemenrudern seine Premiere erleben kann, muss der Gig-Vierer "Hans-Albert Dingel" umgeriggert werden.


Umriggern von Dingel auf Riemen

Nach ungezählten Schraubenumdrehungen am Boot geht es für die Teilnehmenden am ersten Kursabend – erstmal ins Ruderbecken, wo Betreuer Fabian Demuth nach einer kurzen Technik-Präsentation mit der schwierigsten Frage beginnt: rechts? Oder links? Backbord oder steuerbord?

Da die Kraft der Vorstellung nicht ausreicht, wechseln wir durch, probieren aus. Eindeutige Antwort für die meisten: unentschlossen. Also können wir uns recht flexibel auf die Seiten verteilen und uns den weiteren Unterschieden zum Skullen zuwenden: Die Hände arbeiten nicht mehr symmetrisch; eine Hand dreht auf, die andere zieht stärker durch. Statt mit parallelen Knien vorzurollen, schert das dem Riemen gegenüberliegende Bein aus; der Oberkörper dreht sich ein bisschen – aber nicht zu viel – zur Seite.

Mit Theorie und Ruderbecken-Praxis ausgestattet geht es in "Dingel" auf den See. Das Bootsgefühl ist im Vergleich zum Skullen ein anderes, die technischen Baustellen sind ähnlich: früher aufdrehen! Auf die Durchzugshöhe achten! Sauber aushebeln! Zwei Abende drehen wir unter Fabians motivierendem Kommando und geduldiger Anleitung unsere ersten Riemen-Runden im Vierer, bevor wir Mitte Juli zusammen mit der zweiten Kurs-Gruppe und spontanen Einspringern (vielen Dank!) den Gig-Achter "Dr. Jürgen Kötter" ins Wasser lassen. Der Seegang kurz vor der Schaumkrone ist nicht nur für die Stimme des Steuermanns eine Herausforderung.

Riemen ist: noch mehr Teamarbeit als Skullen. Eine gute Gelegenheit für neue Blasen an den Händen. Eine spannende Abwechslung. Oder wie Fabian sagt: "das wahre Rudern". Nach drei Abenden haben wir verstanden, wie es funktioniert, und schaffen es, das Boot mit und ohne Wind und Welle vorwärts zu bewegen. Um das nicht gleich wieder zu verlernen, hilft wohl nur Praxis. Und da man die besser nicht im Riemen-Einer sammelt: Wer ist ebenfalls fortgeschrittener Anfänger oder anfängliche Fortgeschrittene (oder weiter Fortgeschrittener mit Geduld) und hat Lust, ab und zu oder regelmäßig einen Riemen-Vierer oder -Achter zu komplettieren? Bitte melden!

Katharina Thehos
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Erw

Erstes Skiffwochenende im Breitensport

01.07.2022  ·  Breitensport Erwachsene
Vom 24.06. bis 26.06. fand das erste Skiffwochenende im Breitensport statt. 11 motivierte und wissbegierige Teilnehmer wurden von drei geduldigen und motivierten Trainern betreut.


Teilnehmer und Trainer



Ziel der Veranstaltung war es das Handling mit den Booten an Land als auch auf dem Wasser zu verbessern. In fünf Trainingseinheiten ging es jeweils für rund 2 Stunden bei heißen Temperaturen aufs Wasser.
Hier wurde auf die individuellen Bedürfnisse und Schwächen eingegangen.
Nach den Trainingseinheiten am Morgen fanden Videoanalysen statt, um die Fehler zu zeigen – auch wenn die Teilnehmer es im Boot nicht wahrhaben wollten: die Videoanalysen machten es deutlich!

Wir bedanken uns insbesondere bei unseren Trainern Hendrik, Robert und Markus für eine tolle, harte und lehrreiche Zeit!


Hendrik, Robert, Markus

Sebastian Pinke
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Erw

31. Hamburger Staffelrudern

29.06.2022  ·  Breitensport Erwachsene
Am 18.06.2022 war es endlich wieder soweit. Nach zweijähriger Pause fand endlich wieder das traditionelle Hamburger Staffelrudern auf der Außen- und Binnenalster statt.

Dies konnte sich der HRC natürlich nicht entgehen lassen und ging mit einem bunt gemischten Team aus insgesamt 23 Ruderinnen und Ruderern, jung und alt, Regattaneuligen, alten Hasen und solchen auf dem Weg dahin an den Start.

In der 31. Auflage dieses traditionellen Regatta-Events wetteiferten bei bestem Hamburger Wetter insgesamt 18 Mannschaften acht Stunden lang mit jeweils zwei gesteuerten Vierer-Gigbooten einen rund 3,5 km langen Rundkurs im fliegenden Wechsel um den Sieg und verschiedene Sonderwertungen.

Ein solches Pensum ist natürlich nur mit einem hoch motivierten Team möglich. Hierbei zeigte sich die besondere Stärke des HRC-Teams, welches zu Beginn der Regatta als Mannschaft schnell zusammengewachsen ist und sich in immer wieder neuen Besatzungen "kreuz und quer" in die Boote gesetzt hat. Im Ergebnis konnte sich der HRC mit 37 Runden bei einer Durchschnittszeit von 12:54 Minuten einen mehr als anzuerkennenden 9. Platz sichern, lag diese Zeit doch gerade einmal 59 Sekunden über der Durchschnittszeit der Siegermannschaft.

Besonderer Dank gilt Jan und Bene für die tolle Organisation sowie Ralf für seine gewohnt souverän nette Betreuung und Begleitung vor Ort.

Was bleibt sind Eindrücke und Erinnerungen an einen ganz besonderen Tag sowie das Gefühl eines HRC-Spirits, der hoffentlich erhalten bleibt und sich auch an unserem Heimsteg bemerkbar machen wird.


Team Staffelrudern Hamburg 2022

Mike Steller
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Erw

Wanderfahrten 2022, die 1.

19.06.2022  ·  Breitensport Erwachsene
Für 14 Ruderinnen und Ruderer ging es vom 9. - 12. Juni erneut an die Mecklenburgische Seenplatte. Nach Krakow im vergangenen Jahr ging es in diesem Jahr zum nächsten Ort mit "ow", nämlich nach Mirow.


Obligatorisches Gruppenfoto: Hier auf dem Steg des Rudervereins Blau-Weiß Mirow.


Mirow liegt inmitten einer wunderbaren Wald- und Seenlandschaft und bietet für Fans unterschiedlichster Wassersportarten beste Bedingungen. So auch für die Sportler des HRC. Ausgangsbasis der Wanderfahrt war der Ruderverein Blau-Weiß Mirow, der uns drei seiner sehr gut erhaltenen Klinker-Vierer für unsere kleine Expedition zur Verfügung stellte.

Nach einer kurzen Erkundungstour am Anreisetag standen für Freitag und Samstag längere Touren von jeweils etwa 30 Kilometern auf dem Programm. Unsere Touren führten uns durch Kanäle, vorbei an Feldern von Seerosen und endeten in der Regel mit einem Sprung ins kühle Nass, denn das Wetter war glücklicherweise auf unserer Seite.



Die Mecklenburgische Seenplatte überzeugt immer wieder durch viel und schöne Natur und bringt Spaß am Rudern, wie man sieht.


Ein großes Dankeschön geht an Uwe Keller-Denecke, der für diese Wanderfahrt alle Zügel sicher in der Hand hielt und an Ralf Kröger (Kröger Tours), der sich, wie schon so oft, um die perfekte Tourenplanung gekümmert hat.


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RA

Aus der Ukraine über Hannover nach Varese - und aufs Treppchen

23.05.2022  ·  Ruderabteilung
Eine Silber- und zwei Bronzemedaillen: Die U19-Nationalmannschaft der Ukraine konnte bei den Junioren-Europameisterschaften mehrere Erfolge einfahren.

"Will it be Italy or Ukraine on Lake Varese?" Die letzten 200 Meter des A-Finales der Männer-Achter bringen nicht nur Schwung in den See, sondern auch in die Stimme des Moderators: "The last race will be one of the most spectacular – uno spettacolo incredibile!" Am Ende muss sich das ukrainische Team der Heimmannschaft aus Italien knapp geschlagen geben, kann sich aber gegen die drittplatzierten Franzosen absetzen und die Silbermedaille sichern.

Insgesamt dreimal wurde am 22. Mai 2022 bei den Siegerehrungen der Junioren-Europameisterschaften im italienischen Varese die blau-gelbe Fahne der Ukraine gehisst: Wie der Männer-Achter konnte sich auch der Frauen-Achter mit der Bronzemedaille einen Platz auf dem Treppchen sichern. Eine weitere Bronzemedaille ging an den Doppel-Vierer der Männer, der Silber um nicht viel mehr als eine Bugball-Länge verpasste. Der Doppel-Zweier der Männer kam auf Platz 6, der männliche Riemen-Vierer erreichte Platz 10, der Doppel-Vierer der Frauen Rang 11.

» Alle Final-Rennen zum Nachschauen im Livestream

» Alle Ergebnisse im Überblick

Die Teilnahme des ukrainischen Teams an der EM wäre nicht möglich gewesen, ohne die organisatorische, technische und finanzielle Unterstützung des Deutschen Ruderverbands, des Landesruderverbands Niedersachsen, des Hannoverschen Ruder-Clubs, des Deutschen Ruderclubs, der Landeshauptstadt Hannover sowie des Olympiastützpunktes Niedersachsen und des Celler Rudervereins. Der Olympiastützpunkt stellte für den Bootstransport einen seiner Busse kostenfrei zur Verfügung und der Celler Ruderverein seinen Trailer – beides bereits zum zweiten Mal nach der Teilnahme des Teams bei der Internationalen DRV-Junioren-Regatta in München Anfang Mai. Das Boot, mit dem der Männer-Achter gestartet ist, wurde gesponsert von der Firma Empacher – beim DRC-Anrudern wurde es auf den Namen "Mriya", zu Deutsch "Traum", getauft (Bericht des NDR). Der Frauen-Achter trat mit einem HRC-Boot an, konnte aber im Training der vergangenen Wochen ein Boot nutzen, das der Hamburger Ruderinnen-Club als Leihgabe zur Verfügung gestellt hatte.

Weitere Einblicke in das Training des ukrainischen Teams in Hannover geben die Berichte des Deutschlandfunks sowie von Sat 1.







Katharina Thehos
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