32 Grad und eine angekündigte Gewitterfront – das konnte nur eines bedeuten: Es war wieder Zeit für das Staffelrudern.
In diesem Jahr trat unser Verein nicht allein an. Gemeinsam mit dem RV Bismarckschule bildeten wir eine Rudergemeinschaft von insgesamt 31 Personen und waren damit bestens für das Wochenende aufgestellt. Im Zuge dieser Zusammenarbeit entschieden wir uns, jeweils ein Boot pro Verein mitzunehmen – eine Entscheidung, die sich später noch als kleine Herausforderung erweisen sollte.
Die Wahl der Boote fiel schnell: Unser neuester Gig 4x+ "Hansjürgen Scheele", der dank seiner Druckstreben besonders geeignet erschien, sowie der Renn-Gig 4x+ "En En" des RVB waren in unseren Augen die beste Wahl. Dank der Unterstützung des ersten Vorsitzenden des RVB, Matthias Holm, erreichte schließlich auch unser kleiner Anhänger die Binnen- und Außenalster in Hamburg. Nach tatkräftiger Hilfe aller Beteiligten waren beide Boote zügig abgeladen und aufgeriggert, sodass das erste Boot bereits kurze Zeit später an den Start gehen konnte. Das zweite folgte unmittelbar darauf.

Das Boot "Hansjürgen Scheele" kurz vor der ersten Brücke.
Mit leichtem Bedauern stellten wir fest, dass das zunächst angekündigte Gewitter bereits vorbeigezogen war und uns somit die erhoffte Abkühlung verwehrte. Stattdessen lagen acht Stunden Rudern bei konstant hoher Temperatur vor uns, bevor die Veranstaltung um 19 Uhr enden sollte. Hier zeigte sich nun das eingangs erwähnte Hindernis: Da "En En" ein älteres Boot ist und auch die dazugehörigen Skulls nicht dem gewohnten Standard unseres Vereins entsprachen, fiel es vielen unserer Mitglieder zunächst schwer, sich an das Material zu gewöhnen. In der Folge übernahm der kleine Anteil des RVB zu Beginn einen größeren Teil der in "En En" zurückgelegten Rudereinheiten. Glücklicherweise blieb dies nicht von Dauer. Mit der Zeit fanden sich auch unsere Mitglieder mit den Gegebenheiten zurecht, sodass sich die Belastung im weiteren Verlauf gleichmäßig auf alle verteilte.

Das Boot "En En" der Bismarckschule kurz nach dem Start.
Auch das zweite angekündigte Gewitter blieb aus, wodurch die Hitze den gesamten Tag über konstant anhielt. Um 19:30 Uhr fand schließlich die Siegerehrung statt, bei der sich unsere Rudergemeinschaft mit 36 Runden den 15. Platz sichern konnte. Da die Boote bereits zuvor verladen worden waren, konnte sich unser Hänger direkt wieder auf den Rückweg nach Hannover machen – jedoch nicht für lange, denn in einem Jahr sind wir wieder hier und hoffentlich mit einer genauso tollen Truppe wie in diesem Jahr.
Fotos: Kilian Krüger