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Vogalonga 2026 - eine Reise voller Erlebnisse

28.05.2026  ·  Breitensport Erwachsene
Sommer, Sonne (29 Grad), Wasser, Venedig, über 8.000 Teilnehmende in 2.200 Booten auf und unter Wasser sowie ein runder Geburtstag. Welch ein Erlebnis für die Jugendlichen und Erwachsenen des Breitensports!

Schon im letzten Jahr keimte der Wunsch auf, zur Vogalonga nach Venedig zu fahren. Und dann nahm das Schicksal seinen Lauf. Stadtmobil gebucht, die Quälerei um die Anhänger geklärt, Ferienwohnungen gebucht, zur Regatta angemeldet und los geht's. Mit 30 Leuten aus JA-BS und BS ging es über Luft, Schiene und Straße über die Alpen. Zum 50. Geburtstag der Vogalonga waren wir nicht die Einzigen! Das Orga-Team und die Teilnehmenden mussten immer wieder ihre Flexibilität und italienische Gelassenheit unter Beweis stehen. So wurde z.B. spontan ein neues Zwischenlager in der Stadt ausfindig gemacht, was sich als absoluter Vorteil entpuppte.


Das Transport-Team bei der Alpenüberquerung

Am Pfingstsonntag um 9 Uhr kam per Kanonenschlag das Startsignal vor dem Markusplatz. Und los geht's. Wer im vorderen Feld der Bootskolonne war, kam gut durch. Wer eher im Mittelfeld oder im hinteren Feld war, ließ sich mittreiben. An den Engstellen kam es immer wieder zu Staus mit Volksfestcharakter. Dieses Knäul an unterschiedlichen Bootstypen entwirrte sich dann aber auch wieder scheinbar rein zufällig.


Die Durchfahrt unter der Rialto-Brücke ist immer etwas ganz Besonderes.

Mit zunehmendem Tag wurde der eigentlich ruhende Schiffsverkehr dann doch nervöser und nahm zu. Bis die Wellen ein unerwartetes Ausmaß annahmen. "Kann das sein, dass wir sinken?" "Hamburg" hat seine Standfestigkeit bewiesen und ist unsinkbar, obwohl es keine Luftkästen hat! Gott sei Dank ist niemand zu Schaden gekommen. Ganz im Gegenteil: Die örtliche Feuerwehr hat gerettet und abgeschleppt und der örtliche Ruderverein gastfreundlich mit trocknen T-Shirts und Rotwein begrüßt.


Wuselig wurde es an den Engstellen.

Zwischen 3,5 und 8 Stunden brauchten unsere sechs Gigboote vom Start am Markusplatz bis zum Regattaplatz in Fusina am Hafen. Die geschafften und glücklichen Gesichter zu sehen, die euphorischen Geschichten zu hören im wohlverdienten Schatten, war ein Moment unglaublicher Dankbarkeit. Allen geht es gut. Gesunkene sind wohl auf, Orientierungslose haben das Ziel gefunden und Vermisste tauchten freudestrahlend auf. Ein Hochgenuss von Gemeinschaft!


Blick vom Glocken-Turm auf den Markusplatz

Ob wir das noch mal tun würden? Wenn sich genug Verrückte und Abenteurer finden lassen. Venedig würde sich bestimmt freuen. Im nächsten Jahr soll es aber erstmal in die andere Stadt der Brücken und Grachten gehen – nach Amsterdam. Und das auf eigene Faust.

Euer Orga-Team - Matze, Jan und Ralf

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