Hannoverscher Ruder-Club von 1880 e.V. StartseiteStartseite
SportangebotClublebenFür MitgliederÜber UnsKontakt
Neuigkeit
Ma

Die SilverEagles in Wien

21.05.2026  ·  Masters
Nach längerer Zeit starteten die SilverEagles, die älteste HRC-Masters-Mannschaft, am 9. Mai 2026 mal wieder außerhalb Hannovers bei der Langstreckenregatta "Wienerachter".


Die SilverEagles vor dem Bootshaus des Veranstalters Wiener RC Pirat

Diese auswärtigen Regattabesuche sind bei den SilverEagles relativ selten, da die Regattateilnahme in der Regel auch mit einem etwas zeitaufwendigeren Städteerlebnisbesuch verbunden sein soll. Das ist nicht so leicht in den Terminplan einzubauen, da die älteren Eagles oft privat in der Weltgeschichte umhergeistern und es den jüngeren, die noch in den Beruf oder die Kinder- oder Enkelbetreuung eingebunden sind, oft schwer fällt, sich für mehrere Tage von zu Hause loszueisen. So war es auch dieses Mal: Das Ziel, in Wien zu starten, stand schon lange fest, aber von der eigentlichen Stammmannschaft gab es lange Zeit nur sechs Teilnahmezusagen und auch ein Steuermann war nicht aufzutreiben. Den Start des Achters sicherten schließlich Martin Deißler vom RV Linden und Michael Schrader, nach München ausgereister HRCler, der bei einem kürzlichen Besuch in der alten Heimat fast zufällig eingekauft wurde. Großer Dank gilt den beiden. Der Steuermann wurde schließlich zusammen mit dem Boot vom veranstaltenden Verein WRC Pirat ausgeliehen. Wie sich später herausstellte, war das ein besonderer Glücksfall, da Pirat Thomas ein wirklich sehr erfahrener Steuermann ist, der die Regattastrecke auf der alten Donau sehr genau kennt, die Mannschaft in ihrem Rhythmus stark unterstützte und sie bei der Wende in der Mitte der 4,8 Kilometer langen Strecke perfekt um die nicht einfach zu nehmenden drei Bojen kommandierte.


Die SilverEagles mit Leihboot und Leih-Piraten-Steuermann Thomas

Als Besonderheiten, die uns überhaupt erst motiviert hatten, am Wienerachter einmal teilzunehmen, sind insbesondere zu nennen:
  • die Weltstadt Wien, die immer eine Reise wert ist,
  • das für Mitte Mai dort in der Regel zu erwartende stabile Frühsommerwetter,
  • ein zumindest für normale Regatten selten eingesetztes GPS-Tracking-System, mit dem der Rennverlauf verfolgt werden kann (von den Zuschauern live auf dem Bootsplatz und von Mannschaften später im Internet),
  • ein Schwarm von Drohnen, der die Mannschaften begleitet, um schöne Bilder und Videos der Rennen zu ermöglichen,
  • die Strecke auf der zunächst relativ breiten "Alten Donau", die eine Durchführung der Regatta mit 56 Achtern in nur sechs Abteilungen mit bis zu zehn parallel startenden Mannschaften ermöglicht und später durch Verengung zu interessanten Positionskämpfen und einigem Gerangel führen kann. Start und Ziel direkt vor dem Bootshaus des WRC Pirat lassen, ähnlich wie in Bernkastel, eine gute Sicht der Zuschauer auf einen größeren Teil des Rennens erwarten.


Die anfangs breite Regattastrecke…


…auf der bis zu zehn Boote in einem Lauf starten können

Tatsächlich wurden unsere hochgesteckten Erwartungen an die Regattateilnahme mehr als erfüllt. Strahlender Sonnenschein, angenehme Temperaturen und moderater Wind den ganzen Tag. Durch die Übertragungen von den Drohnen und dem GPS-Tracking-System, durch Live-Kommentare und die lebendige Atmosphäre auf dem Regattaplatz ergab sich ein wirklich mehr als kurzweiliges Regattaerlebnis für Teilnehmer und Zuschauer.


Screenshot: Online-Rennverfolgung mit GPS-Trackern

Die perfekte Organisation bei gleichzeitig typisch wienerischer Gelassenheit und Freundlichkeit ließ keine Wünsche übrig. Und auch mit unserer Ruderleistung waren wir – nur kurz nach unserem Saisontrainingsbeginn Ende März – mehr als zufrieden. Mit einer Mannschaft, die am Tag zuvor in dieser Besetzung zum ersten Mal zusammen im Boot saß, ging es mit gutem Rhythmus und mit für uns schwindelerregend hohen Schlagzahlen über die gesamte Strecke von 4,8 Kilometern. Am Ende kamen wir in unserem bunt zusammengestellten Lauf mit zwei starken Junioren- und sieben Masters-Achtern der Altersklassen D - G als siebtes Boot ins Ziel. In der Gesamtwertung ergab sich Platz 32 von 58.

Auch das sei am Rande noch erwähnt: Seit langer Zeit waren wir in unserer eigenen Altersgruppe G (Ü65) endlich mal wieder schnellstes Boot :) und nicht – wie sonst üblich – ewige Zweite. Zur Wahrheit gehört allerdings auch, dass wir damit gleichzeitig Vorletzte waren 8-). Nur ein einziger Gegner, eine Renngemeinschaft aus fünf Wiener Ruderclubs, hatte gegengemeldet, dieser konnte dafür aber deutlich auf Abstand gehalten werden.

Das Résumé: wunderbares Frühsommer-Ruderereignis mit viel Erlebnisqualität drum herum bei den gemeinsamen Abenden und Stadtausflügen und mit einer Superatmosphäre in der Hannover-Reisegruppe aus einer Ruderin, sieben Ruderern und der fünfköpfigen Begleit- und Aufsichtscrew. Man könnte also meinen, eine Wiederholung im nächsten Jahr sei schon fest eingeplant. Doch es gibt ja noch so viele andere besuchenswerte Regatten und die zeitlichen Kapazitäten der Alten für derartige Aktionen sind neben den vielen anderen Aktivitäten nun mal begrenzt.

Bilder: Karin Fick + WRC Pirat

Karl-Michael Baumgarten

Zugangsstatus

Besucher nicht eingeloggt.
» Einloggen
• • •

Neuigkeiten & Rundschr.

Aktuelle Informationen direkt in Dein Postfach abonnieren
» Rundschreiben per E-Mail
Wichtige Neuigkeit oder Rundschreiben verpasst?
» Nachrichten-Archiv
• • •

Archiv-Recherche

» Hilfe:
:

:

 

Impressum | Sponsoren
Datenschutz | Links